Musik begleitet mich schon mein ganzes Leben. Doch seit meiner Diagnose Frontotemporale Demenz (FTD) hat sie für mich eine völlig neue Bedeutung bekommen. Wenn Worte langsam schwerer werden, wenn Gedanken nicht mehr so fließen wie früher, dann bleibt oft eines: die Musik.
Jedes Lied, das ich schreibe oder auswähle, erzählt eine Geschichte. Meine Geschichte. Geschichten von Erinnerung, Verlust, Hoffnung, Angst – aber auch von Mut, Liebe und dem Willen, nicht aufzugeben. Musik ist für mich mehr als ein Hobby. Sie ist ein Weg, mit meiner Krankheit umzugehen, Gefühle auszudrücken und das zu sagen, was ich manchmal nicht mehr in Worte fassen kann.
Gerade bei der semantischen Variante der FTD, bei der Sprache und Bedeutungen nach und nach verloren gehen, wird Musik zu einer Art innerer Sprache. Melodien bleiben oft länger erhalten als Worte. Sie erreichen Stellen im Gehirn, die noch fühlen, erinnern und verbinden können – auch dann, wenn Sprache langsam verschwindet.
Auf dieser Seite findest du meine Musik: Lieder, die aus meinem Leben mit Demenz entstanden sind. Manche sind traurig, manche nachdenklich, manche hoffnungsvoll. Aber alle sind ehrlich. Sie zeigen, wie sich das Leben mit frontotemporaler Demenz anfühlen kann – von innen heraus.
Meine Musik soll nicht nur mir helfen, sondern auch anderen:
Menschen mit Demenz. Angehörigen. Freunden. Allen, die verstehen wollen, wie es ist, wenn sich das eigene Denken verändert, aber das Herz noch genauso fühlt wie früher.
Jedes Lied ist ein Stück Erinnerung. Ein Stück Identität. Ein Stück von mir.